Der Zierfandler in einer kurzen Beschreibung.
Die weiße Rebsorte Zierfandler ist eine urtypisch österreichische Rebe und eine Kreuzung zwischen einem Traminer mit Rotem Veltliner. Wahrscheinlich stammt diese Rebe aus Niederösterreich. Synonyme sind Cirfandli (Pécs in Ungarn), Gumpoldskirchner (nach dem Weinbauort), Spätroter, Rubiner, Rotreifler, und Zerjavina (Slowenien).
"Spätroter" leitet sich davon ab, dass sich die Beeren erst bei der Vollreife rötlich färben. Zierfandler hat nichts mit der roten Rebsorte Zinfandel (Californien) zu tun.
Die spät reifende Sorte wird hauptsächlich im Weinbaugebiet Thermenregion angebaut. Der Großteil des Anbaugebietes entfällt auf Gumpoldskirchen. Der Zierfandler ist gegen Winterfrost und Botrytis anfällig und bedarf sorgsamer Pflege. Die Sorte erbringt extraktreiche Weine mit zartem, noblen Aroma und fruchtiger Säure. Die Aromatik weist eine Vielzahl von Zitrusfrüchten auf, vorwiegend Ananas- und Maracujatöne. Die Feinfruchtigkeit, der hohe Extrakt, verbunden mit einer harmonischen Säure am Gaumen machen ihn zum idealen Speisebegleiter der modernen Küche.
Auf Grund der Alkoholstruktur verfügt der Zierfandler über eine sehr gute Alterungsfähigkeit.
Der Zierfandler ist ein österreichischer Spitzenwein aus der Thermenregion von höchster Qualität und mit langer Lagerfähigkeit.
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Donnerstag, 3. September 2009
Sonntag, 20. April 2008
Rotreifler alias Zierfandler
Viele Jahre lang dachte man, der Zierfandler gehöre der Veltliner-Familie an. Optische Ähnlichkeiten mit dem Roten Veltliner führten somit in der Frühzeit der Ampelografie ( Die Ampelographie bzw. Ampelografie = griech. ampelos - Weinstock, deutsch Rebsortenkunde oder Rebenkunde, ist die Lehre von der Bestimmung und Beschreibung der Rebsorten). zu Verwechslungen.
Die frühe Bezeichnung »Rothreifler«3 war in Ungarn rund um den Neusiedler See (heute Burgenland) gebräuchlich. Dieser alte Name ist eine sprechende Bezeichnung: Einerseits reift die Sorte sehr spät, andererseits weisen die Beeren auf der Sonnenseite eine hellrote Farbe auf und werden schließlich bei Vollreife dunkelrot.
Mitte des 19. Jahrhunderts benennt in Deutschland Freiherr Lamprecht von Babo die Sorte mit dem Namen »Rother Sylvaner«.
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Die frühe Bezeichnung »Rothreifler«3 war in Ungarn rund um den Neusiedler See (heute Burgenland) gebräuchlich. Dieser alte Name ist eine sprechende Bezeichnung: Einerseits reift die Sorte sehr spät, andererseits weisen die Beeren auf der Sonnenseite eine hellrote Farbe auf und werden schließlich bei Vollreife dunkelrot.
Mitte des 19. Jahrhunderts benennt in Deutschland Freiherr Lamprecht von Babo die Sorte mit dem Namen »Rother Sylvaner«.
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